Auf dem Hacken Open Air 2017 durfte ich Aufbau und Geschichte meiner Solar-Insel präsentieren. Vieleln Dank für Euer Interesse!

Hier könnt Ihr die Folien als PDF herunterladen.

Solaranlagen für die Etagenwohnnung

Bei der Heckenpflege ist eine Menge Holz angefallen. Erst wurden die Kanarienvögel mit frischen Schlafstangen ausgestattet, jetzt entsteht aus den zweitschönsten Zweigen ein neuer Landeplatz für die Fensterbank.

Verwendetes Holz: Birke, Kirschbaum, Haselnuss

Schritt 1: Zwei Birkenstücke werden so angefeilt, dass zwei Kirschzweige stabil auf den Kerben liegen können. Dann wird das Viereck festgeschraubt.

Schritt 2: In das Grundgerüst müssen vier Zweige gesteckt werden, welche später die Sitzstangen tragen sollen. Dafür nehme ich meinen dicksten Holzbohrer und drehe die Bohrmaschine etwas schief, so dass die Löcher gerade breit genug für den jeweiligen Zweig werden.

Schritt 1 und 2: Grundgerüst zusammenschrauben, Löcher für Vertikalen bohren
Schritt 1 und 2: Grundgerüst zusammenschrauben, Löcher für Vertikalen bohren

 

Schritt 3: Die frischen Zweige werden fest in die Löcher gequetscht. Ohne Leim, denn beim Trocknen werden sie sich ohnehin noch verziehen. Falls sie später locker sitzen sollten, kann man immer noch leimen.

Schritt 3: Säulen aufstellen
Schritt 3: Säulen aufstellen

 

Schritt 4: Mit Papierband werden jetzt die Sitzstangen angebunden.

Schritt 4: Sitzstangen anknoten
Schritt 4: Sitzstangen anknoten

 

Schritt 5: Damit es auf dem Dach nicht langweilig bleibt, werden Haselnusszweige kreuz und quer darüber geknotet.

Schritt 5: Knabberzweige befestigen
Schritt 5: Knabberzweige befestigen

 

Schritt 6: Auf die Plätze, fertig, los! Damit die Vögel weniger Berührungsängste haben, lassen sich Kräuter mit sauberen Holzwäscheklammern an die Sitzstangen klemmen. Dann Kamera raus und abwarten...

Flocke und Feuerball erkunden den neuen Spielplatz
Flocke und Feuerball erkunden den neuen Spielplatz
Flocke und Feuerball erkunden den neuen Spielplatz

 

Ein „Raspberry Pi“ ist als MP3-Player eingerichtet und soll nun an der Solaranlage betrieben werden. An sich kein Problem, liefert das Kraftwerk doch ein Nennspannung von 12V. In der Ramschkiste liegen genug Adapter von 12V auf 5V … nun ja, dort fanden sich nur noch „Steckdosen-Warzen“, bei denen der Konverter in einen Kfz-Stecker fest eingebaut ist. Man kann also nicht einfach den klobigen Stecker abschneiden und durch einen Modellbau-Stecker ersetzen.

Um an den Adapter zu kommen, musste die unbrauchbare Hülle aufgehebelt werden:

Adapter offen
Kfz-USB-Adapter, frisch geöffnet

Die Feder am Pluspol war genauso unbrauchbar wie die Klammer am Minuspol, um den Spannungswandler an die vorhandene Tamiya-Buchse anzuschließen. Also wurden die Anschlüsse erstmal „bereinigt“ und mit Litze-Resten aus der Schrottkiste verlängert.

Neu bedrahtet
Kfz-USB-Adapter, bunt bedrahtet

Nachdem das Ergebnis durchgemessen war und tatsächlich noch stabile 5V lieferte, ging der Ärger los: Beim Versuch,die Plastikhülle wieder zu schließen, verbogen sich LED, USB-Buchse und Platine wie Knetmasse. Als die Buchse sogar halb auseinander fiel, rettete ich sie mit einem USB-Verlängerungskabel, welches von da an bewegungslos drin bleiben muss.

Doch was eignet sich als Gehäuse für so ein chinesisches Gewackel? Hier passte das Universalgehäuse, das ich auch sonst für fast alles verwende: Ein Schraubdeckelglas.

Der offene Adapter passt perfekt in ein handelsübliches Brotaufstrich-Glas:

Schraubdeckelglas
Lecker Spannung!

Sogar der dazugehörige Deckel ließ sich, an einer Seite angesägt, sauber schließen. Die scharfen Sägekanten habe ich mit Klebeband abgedeckt:

Deckel
Glas mit angesägtem Deckel

In Betrieb kann man sehen, ob immer noch alles in Ordnung ist. Die grüne LED erinnert jeden Abend daran, das Monster lieber vom Netz zu nehmen…

In Betrieb
Netzteil in Aktion

Der Raspberry Pi tut brav seinen Dienst:

Raspberry Pi in Gehäuse
Verbraucher im Gehäuse

Und wie viel Watt braucht das jetzt? Der Solar-Laderegler misst knapp 5W, während der Raspi bootet. Wenn nur noch der Music Player Daemon läuft, geht die Leistung auf 1,2 Watt zurück.


Wenig Leistung für wenig Geld

Pünktlich zum Frühling scheint Musik vom Himmel.

In den Baumärkten gibt es derzeit hübsche Excenterstopfen. Das passte gut, da die Abdeckung über dem Abflussrohr meiner Dusche schon lange kaputt war. Das Problem dabei: Die bunten Stöpsel sind für eine Hebemechanik und passen in keiner Weise auf die hier vorgesehenen beiden Schrauben:

Das Rohr

Wie macht man das passend? Um Platz zum Basteln zu schaffen, räumte ich Kram weg … und hielt plötzlich eine Packung benutzte Ohropax in der Hand. Perfekte Ständer!
Mit Sekundenkleber wurden die Ohrstöpsel unter den Duschstöpsel geklebt:

Unterseite

Sekunden später passte der Stöpsel mit den Unterstöpseln aufs Rohr:

Fertige Duschwanne

Man müsste vor der Dusche liegen, um zu erkennen, dass die Füßchen unter dem Deko-Stöpsel nicht ganz original sind:

Seitenansicht

Wieder kenne ich ein Problem weniger, das Ohropax nicht lösen könnte.

Statt eine schwere Tasche spazieren zu tragen, möchte ich nur das Nötigste auf dem Congress mitführen. Meine „Ausrüstung“ darf im Assembly im Weg liegen.
Was also brauche ich im CCH wirklich?

  • ein DECT-Telefon
  • eine Mate-Flasche
  • ein Gadget mit augenfreundlich großem Display

Wo gibt es eine Tasche in die genau das hinein passt? Jedenfalls nicht in meinem Schrank. Dafür liegen dort kaputte Hosen, die nur als Stoffvorrat aufgehoben wurden.
Wie das zusammen passt, erkläre ich gar nicht groß. Vier Fotos sollten jedem reichen. Mir reichten zwei Haken, ein Reißverschluss und Kram aus dem Archiv.

Tasche 4
Der Reißverschluss deckt genau den Table-PC ab. Für die Mate-Flasche bleibt eine Seite immer offen.

Tasche 3
Taschentücher (nicht im Bild) passen natürlich auch noch rein.

Tasche in Aktion 1
DECT und Flasche sind immer griffbereit.

Tasche in Aktion 2
Der Cyber-Hintern in Aktion